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Aufbau eines Mobilen Jüdischen Museums und Entwicklung mobiler, multimedialer Museumsinformationssysteme
HERZLICH WILLKOMMEN
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+++ Abschluss und Ausblick +++
Die Mitarbeiter des Projektes AMMELY haben die erste Phase des Projekts erfolgreich abgeschlossen und bereiten derzeit die inhaltliche und technische Umsetzung des erarbeiteten Konzeptes vor. Vorbehaltlich weiterer Zuwendungen des Geldgebers wird das Projekt zum Jahresbeginn 2009 in die zweite und entscheidende Phase gehen! [03.11.2008]
In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin wird ein mobiles Ausstellungsprojekt entwickelt, welches Aspekte der deutsch-jüdischen Geschichte und der kulturellen Traditionen des Judentums Schülern in ganz Deutschland nahe bringt. Durch die von pädagogischen Mitarbeitern angeleiteten Workshops und das innovative Ausstellungskonzept haben die Schüler die Möglichkeit, die Themen mit ihrer eigenen Lebenswelt in Beziehung zu setzen.
Im Mittelpunkt der Projektarbeit steht die konzeptionelle Entwicklung der mobilen Ausstellung und integrierter Multimedia-Präsentationen sowie die Qualifizierung von Mitarbeitern zum Betrieb des mobilen Museums.
Die facettenreichen Perspektiven auf deutsch-jüdische Geschichte und Gegenwart werden mit visuellen, akustischen und interaktiven multimedialen Anwendungen umgesetzt und in ein museumspädagogisches Gesamtkonzept integriert. Die Möglichkeiten hierzu sind vielfältig und reichen von spielerischen Anwendungen über die interaktive, digitale Präsentation von Objekten bis hin zum Erzählen von historischen Geschichten.
Da ein ganz wesentliches inhaltliches Interesse der Projektpartner an der Jugendarbeit, der Kooperation mit Schulen im gesamten deutschsprachigen Raum und der allgemeinen pädagogischen Vermittlung besteht, ist geplant, Szenarien für ein breites Spektrum von Altersgruppen auszuarbeiten und für das mobile Informationssystem umzusetzen.
Im Verbund zwischen der FHTW Berlin, der Stiftung Jüdisches Museum Berlin sowie mehrerer Unternehmen sollen exemplarisch Anwendungen und Dienste für den mobilen Einsatz außerhalb des Museums für folgende Bereiche entwickelt und konkret praktisch angewendet werden:
- Mobile Museumsinformationssyteme, aus denen Informationen automatisch und z.T. besucherspezifisch oder kontextabhängig in unterschiedlicher medialer Form und für verschiedene Geräte ausgegeben werden können.
- Konzeptentwicklung und Pilotaufbau einer mobilen Ausstellung für das Jüdische Museum Berlin unter Beachtung technischer, inhaltlicher und rechtlicher Restriktionen.
- Mediale Darstellungen von Museums-Artefakten, die junge Besucher zur Auseinandersetzung mit deutsch-jüdischer Geschichte und ihrem eigenen Bezug dazu animieren und zum Besuch des Museums einladen.
- Interaktive Anwendungen zur kommunikativen Einbeziehung der Besucher und zur intensiven Beschäftigung mit Ausstellungsobjekten, die auch eine spielerische Weitergabe von Informationen aus Museen und Ausstellungen beinhaltet.
Am Ende des Gesamtprojektes wird eine mobile Ausstellung im Auftrag des Jüdischen Museums Berlin zur Nutzung im gesamten deutschsprachigen Raum zur Verfügung stehen. Mit diesem Mobilen Museum wird eine Referenzlösung geschaffen, die Grundlage für weitere Mobile Museen sein wird.
Prof. Dr. Jürgen Sieck
Forschungsgruppe INKA - Fachbereich 4 - FHTW Berlin
