ein Ort zum Lesen ... und Hören


ein Ort zum Lesen

Eine partizipative Skulptur im Stadtraum zur Erinnerung an die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 auf dem Bebelplatz in Berlin.

Erschließen Sie direkt vor Ort die Texte von

Projektbeschreibung

Am 10. Mai 1933 erreichten die Bücherverbrennungen in Deutschland deren tragischen Höhepunkt – in einer „Aktion wider den undeutschen Geist“ organisierte an diesem Tag die Deutsche Studentenschaft in ganz Deutschland aufwändig inszenierte Bücherverbrennungen.
80 Jahre später stehen in Berlin an gleicher Stelle Stühle mit der Beschriftung „Ein Ort zum Lesen“ sowie jeweils einem Buch um die Erinnerung an die von der Bücherverbrennung betroffenen Autoren und Autorinnen wach zu halten. Die Farben der Stühle – Rot, Orange, Grau und Braun – stehen dabei symbolisch für Feuer und Asche.

Erstmalig werden zusätzlich zu den Stühlen und Büchern Texte von

  • Kurt Tucholsky,
  • Rosa Luxemburg und
  • Stefan Zweig

erfahrbar gemacht. Neue Techniken ermöglichen eine Verknüpfung von Text und Audiodateien. So können sich Besucher, die auf dem Platz verweilen, neue Erlebniswelten erschließen.

Die Installation im Stadtraum symbolisiert die Rückholung und Übergabe der verbrannten Werke in die Hände der Menschen um an die betroffenen Autoren und Autorinnen zu gedenken.
Für die Realisierung dieser Installation werden vom BeWiTEC aktuelle Forschungsergebnisse moderner drahtloser Informations- und Kommunikationstechnologien praxisorientiert umgesetzt.


Nutzungshinweise

Voraussetzung für die Erschließung der angebotenen Audioinhalte ist nur ein WLAN- oder NFC-taugliches Smartphone. Scannen Sie hierzu entweder den QR-Code auf dem Lesezeichen oder halten Sie ihr NFC-taugliches Smartphone an den mit „NFC“ markierten Bereich.

Die mobilen Anwendungen sollen dazu beitragen, die Werke und ihre Geschichte in die Hände der Menschen zurückzugeben.


Kooperation

Die Installation „ein Ort zum Lesen“ wurde von Jürgen Breiter und Katja Cappelen privat initiiert und seit 2009 jeweils zum 10. Mai durchgeführt. „Ein Ort zum Lesen“ 2013 wird unterstützt durch die Rosa Luxemburg Stiftung.
Die technische Konzeption und Entwicklung erfolgt durch das Berliner Wireless Transfer- und Entwicklungs-Center (BeWiTEC) der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Das BeWiTEC wird im Rahmen der Berliner Landesinitiative „Projekt Zukunft“ unterstützt und aus Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) gefördert.