Medienproduktion Berlin 2010

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Inhalt

Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe stehen aktuelle Fragen der modernen Produktion, Integration, Distribution und Archivierung von Mediencontent. In diesem Jahr fokussiert das Programm auf die Produktionsbedingungen und Abläufe für 3D-Anwendungen.

In den letzten Jahren haben sich die Produktionsbedingungen für Medienanwendungen deutlich verändert. Während in den neunziger Jahren zuerst die Printindustrie mit digitalen Workflows revolutionäre Produktivitätsgewinne erzielte, hat die Welle der Automatisierung von Abläufen und Produktionsschritten in diesem Jahrzehnt auch das Fernsehen und die multimediale Welt revolutioniert. Rich Internet Technologien, Content Management Systeme und Web Services haben für enorme Produktivitätsschübe bei den Internet-Anwendungen gesorgt. Wir erleben eine neue Welle der Multimedialität in den Kommunikations- und E-Commerce-Systemen.

Aktuell werden die 3D-Technologien immer häufiger in dynamisch generierten Informationssystemen für Web-Anwendungen oder Mobile Applikationen sichtbar. Der Trend zu flexiblen Echtzeit-3D-Anwendungen setzt sich aber auch in vielen produktiven Anwendungsbereichen in einer neuen Qualität durch.

Hochkomplexe 3D-Modelle werden inzwischen für den gesamten Entwicklungszyklus von industriellen Produkten genutzt. In der Automobilindustrie etwa werden CAD-Modelle nicht mehr nur für den Entwurf und die Visualisierung benutzt, sondern auch für funktionale Simulationen im Digital Prototyping eingesetzt. In der Architektur haben sich 3D-Modelle vom Entwurf über konstruktive technische Berechnungen bis hin zur virtuellen Begehung als unverzichtbare Kernanwendung etabliert. In der Medizin werden 3D-Modelle von der Diagnostik über die Behandlung bis zur zeitbasierten Simulation von Szenarien genutzt. Und auch die Unterhaltungsindustrie nutzt dreidimensionale Modelle in einem zusammenhängenden Produktionsablauf sowohl für Filmprodukte als auch in interaktiven Spieleprodukten für ganz verschiedene Medien und Plattformen.

Begünstigt wird diese Entwicklung einerseits durch die technische Verfügbarkeit neuer, flexibler und einfach zugänglicher 3D-Technologien, die den gesamten Lebenszyklus von 3D-Modellen und Anwendungen unterstützen, andererseits durch neue Standardisierungsbemühungen, die die Interoperabilität von 3D-Produktionswerkzeugen verbessern.

Wir wollen in diesem Jahr vor Allem den Fragen nachgehen, wie sich die neuen 3D-Technologien in bestehende Medienproduktionsszenarien integrieren lassen, wie die großen Herausforderungen auf dem Weg von statischen zu dynamischen Echtzeit 3D-Anwendungen im Web zu meistern sind und welche Optimierungspotenziale noch in den Prozessabläufen stecken.

Die Veranstaltungsreihe zur Medienproduktion richtet sich an Medienproduzenten und Medienanbieter, Technologieentwickler und Gestalter, aber auch an Wissenschaftler und Studierende der medienorientierten Fachrichtungen an Hochschulen.