Aufbau eines Testbeds „Museums- und Tourismusanwendungen”

Der steigende Bedarf nach Mobilität und die damit verbundene Nachfrage nach mobilen Informationssystemen sind ein wesentlicher Aspekt der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung. Mit modernen Technologien bekommen Museen neben ihrer Funktion, Vergangenes zu bewahren, nunmehr die Aufgabe ein Schaufenster für die Gegenwart und die Zukunft zu sein.

An der Hochschule für Technik und Wirtschaft entsteht daher ein Multifunktionsbereich zum Schwerpunkt „Testbed für Museums- und Tourismusanwendungen“. Hier bündeln sich für Studenten und Besucher der Hochschule sichtbar die Stärken und Kompetenzen der Forschungsgruppe INKA sowie deren Partnern. Projekte aus dem gesamten Bereich der Wissenschaft, der Kultur- und der Kreativwirtschaft werden hier präsentiert und dokumentiert. Modular aufgebaute Ausstellungs- und Präsentationsflächen bieten die Möglichkeit, Prototypen und Ideen didaktisch schlüssig und gestalterisch interessant zu vermitteln.

Hierzu gehören:

  • IT-Einsatz in Museen und Creative Industries,
  • Stadtmarketing und Tourismus,
  • Neue Medien und große virtuelle Systeme im Netz.

So werden Lösungen für Multimediaanwendungen an kleinen und großen Geräten dargestellt, wobei der Fokus auf dem Einsatz mobiler Techniken wie RFID (Radio-Frequency Identification) Tags, PDAs (Personal Digital Assistents) und Mobiltelefonen liegt. Ziel der Anwendungen sind die Identifikation von Räumen und Ausstellungsobjekten und die Lokalisierung von Besuchern. So soll im Rahmen des Testbed gezeigt werden, wie durch Besucherinformationssysteme der Erlebnisraum des Museums über die Grenzen des Museums hinaus erweitert werden kann. Des Weiteren geht es um eine intensive und interessante Darstellung der Entwicklung von digitaler Kunst und dem Versuch Entwicklungstendenzen durch die Informatik zu analysieren und vorherzusagen. Das Testbed besteht somit aus unterschiedlichen Hard- und Softwarekomponenten und wird für den Test und die Demonstration von IT-basieren Museums-, Ausstellungs-, und Tourismusanwendungen genutzt. Hierzu wird mit vielen Unternehmen (u.a. Acoustigiude, Bitmanufaktur, Art+Com GFal) und Museen (u.a. Berlinische Galerie, Jüdisches Museum Berlin, Pergamonmuseum-Museum für Islamische Kunst) kooperiert. Das Testbed „Museums- und Tourismusanwendungen“ ist also mehr als nur ein wissenschaftlicher Raum für die Darstellung von Exponaten und Experimenten. Es verbindet Orte der kulturellen Produktion mit Orten der Darstellung und der Forschung.