I. Konferenz „Kultur und Informatik”

Datum:
20. May 2005
Zeit:
10:00 - 18:00
Veranstaltungsort:

Projektionen und Visionen einer medientechnologisierten Kunst im 21. Jahrhundert

Resümé

Die erste Tagung »Kultur und Informatik«, eine Veranstaltung der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin in Kooperation mit der Alcatel SEL Stiftung und der Berlinischen Galerie, stieß auf ein außerordentlich breites Echo. Am 20. Mai 2005 referierten und diskutierten fünfzehn namhafte Fachleute aus den Bereichen Kunst, Kultur und Informatik vor einem Hörerkreis von 175 Besuchern über die Themenbereiche Mediale Kommunikation, Digitale Kunst, Neue Technologien sowie Kunst und Kultur im Museum.

Die von den Referenten und Teilnehmern aufgeworfenen Thesen und Fragen zur interkulturellen Kommunikation und Ästhetik, zu Themen der wirtschaftsgeprägten Globalisierung, aber auch zur Abgrenzung einzelner Fachgebiete gegenüber der Informatik versus Interdisziplinarität und Transkulturalität führten teilweise zu sehr kontrovers geführten Diskussionen.

Der Besucherkreis der Konferenz umfasste Lehrende und Studierende aller Berliner Universitäten und verschiedener Fachhochschulen, zahlreiche Kunst- und Kulturschaffende, Unternehmensvertreter aus den Bereichen Gestaltung, Medien, Architektur, Werbung und Technologie (z.B. BMW AG,  Alcatel AG, Innotech GmbH, Zetcom AG, Klangwerke, Art und Com AG ….) aber auch Vertreter von der Berliner Senatsverwaltung und der niederländischen Botschaft.

Über das regionale Interesse hinaus konnte die Tagung Besucher aus Österreich (Universität Salzburg, Fachhochschule Salzburg), Großbritannien (Loughborough University), den Niederlanden (Universität Amsterdam), Portugal (ISEP Porto) und Finnland (Turku Polytechnic) verzeichnen. Journalistisches Interesse an der Tagung gab es von der Redaktion ZDF.heute und beim Rundfunk Berlin-Brandenburg, die ebenfalls als Besucher der Tagung akkreditiert waren.

Die Ergebnisse der Konferenz werden in einem Tagungsband veröffentlicht, die Präsentationen der Referenten sind bereits auf diesen Seiten zugänglich.

Profil der Tagung

Ziel der Tagung »Kultur & Informatik« war eine Analyse der gegenseitigen Beeinflussung von Informatik und Kultur sowie der Versuch, Entwicklungstendenzen dieser Wechselwirkung zu prognostizieren. Dabei wurde in einer vielfältigen musealen Umgebung untersucht, wie sich einzelne kulturelle Bereiche durch den Einfluss der Informatik entwickelt haben, aber auch wie sich die Verarbeitung und Rezeption von historischer und moderner künstlerischer Kultur mit der Informationstechnik verändert haben.

Die Spannbreite der einzeln betrachteten Kulturdomänen reichte von den kreativen Künsten „Bildende Kunst, Musik, Theater, Film und Medien“ über die Ästhetik der Alltagskultur bis hin zur Archäologie, zu einer veränderten Kultur von Forschung und Lehre.

Zu Beginn des Vortrags- und Diskussionsprogramms wurden zunächst kulturell übergreifende Fragen aufgeworfen. Ausgangspunkt war die Reflexion der Entwicklung interkultureller Kommunikation unter dem Eindruck des technologischen Fortschritts, gefolgt von einer Diskussion über die Wirkungen der informationstechnischen Werkzeuge auf die Alltagsästhetik und einem Blick auf die Entwicklung von Kunst und Design in der computerisierten Gesellschaft.

Es folgte die Betrachtung ausgewählter Kulturdomänen mit Beiträgen von Künstlern, Technikern und Wissenschaftlern aus den Bereichen Theater, Computerkunst, Musik, interaktive Medien, virtuelle Realität und Film.

Im dritten Abschnitt der Tagung standen die Aufbereitung und Präsentation für die Rezeption von historischen Objekten der Kunst und Kultur im Mittelpunkt. Ausgehend von Informationstechnik und Multimedia im Museum vermittelten die Referenten ihre Erfahrungen mit musealen und archäologischen Informationssystemen, zeigten Trends in der Erschließung und Bewahrung kultureller Schätze auf.

Download: Programm KuI 2005