AURORA

Projektname: AURORA: Augmented Reality – Organisation und Betrieb eines Anwendungs- und Trainingszentrums
Projektdauer: 01.04.2018 - 31.03.2021
Gefördert durch: EFRE (INP-II)
Kontakt: Maja Stark

Ausgangslage im Kreativbereich

Die analoge Welt des unmittelbaren Erlebens hat mit der Verlagerung weiter Teile der menschlichen Realität in die digitale Welt seit den 1980er-Jahren als Ort und Objekt kreativer Auseinandersetzung Konkurrenz bekommen.

Die Digitalisierung schreitet voran, doch ist das Analoge dabei nicht aus dem Fokus der Kreativen geraten – im Gegenteil interessieren sich seit einigen Jahren immer mehr Kunstschaffende und Interpret/innen für Augmented Reality, weil diese Technologie eine Kombination beider Welten erlaubt. Ob der öffentliche Raum, Bühnen, Kulturgüter oder klassische Vermittlungsmedien –  sie alle sind zu potenziellen Projektionsflächen digitaler Inhalte geworden.

Durch den Einsatz von Augmented-Reality-Anwendungen können Werke um weitere Dimensionen ergänzt werden, es lässt sich mit der Wahrnehmung der Rezipierenden spielen etc. Nicht zuletzt erreicht Kunst durch die neuen Möglichkeiten interaktiver und spielerischer Erfahrung ein breiteres Publikum; Akzeptanz und Reichweite werden erhöht.

Die Medienaufbereitung für die entsprechenden Cutting-Edge-Techniken ist allerdings aktuell noch recht komplex. Es gibt keine Baukastentechnologie, die es Kreativen erlauben würde, ohne Anleitung die Projektierung und Implementierung komplexer Augmented-Reality-Inhalte umzusetzen.

Genau hier setzt das Projekt AURORA an.

 

Das Projekt AURORA

Ab September 2018 bieten wir Kunstschaffenden, Interpret/innen sowie Mitarbeiter/innen kleiner Unternehmen der Kultur- und Kreativindustrie die Möglichkeit, sich auf den Gebieten Augmented Reality  und Digitale Medien weiterzubilden.

In regelmäßigen praxisnahen Schulungen werden bereits existierende Augmented-Reality-Lösungen aus dem Kreativbereich vorgestellt und davon ausgehend Ideen für eigene Umsetzungen entwickelt; im Anschluss werden die Grundlagen der gängigen Software Unity und Vuforia sowie Techniken der digitalen Medienproduktion für Augmented-Reality-Anwendungen vermittelt. Prozessmanagment inklusive Preisgestaltung und Veröffentlichung steht im Zentrum eines weiteren Kurses.

Kreative erwerben damit die nötigen Kenntnisse, um ihre analogen Werke und Vermittlungsmedien mit digitalen Informationen – etwa Videos, Animationen, Audiosequenzen oder 3D-Modelle – anzureichern, die dann über ein mobiles Endgerät rezipiert werden können. Darüber hinaus kann ein Teil der konzipierten Augmente-Reality-Anwendungen unter Anleitung des Projektpersonals umgesetzt werden. Die entstehenden Apps werden unter einer gemeinsamen HTW-Lizenz in den gängigen Stores veröffentlicht.

Für die Arbeiten während der Weiterbildungen und der anschließenden Anwendungsentwicklung im Rahmen des Projekts AURORA stellt dieses alle erforderlichen Ressourcen zur Verfügung, darunter die nötigen Softwarelizenzen, Augmented-Reality- und Medienproduktionsarbeitsplätze und ein Produktionslabor. Jährlich wird es mit der Konferenz Kultur und Informatik sowie einer Abschlussveranstaltung zwei Events geben, in deren Rahmen die Öffentlichkeit über AURORA und die Ergebnisse informiert wird.

 

Zielgruppe

Das Angebot des Projekts AURORA richtet sich an Kunstschaffende, Interpret/innen sowie Mitarbeiter/innen kleiner Unternehmen der Kultur- und Kreativindustrie aus unterschiedlichen Branchen, vorrangig aus den Bereichen:

  • Buchkunst und Literatur,
  • Bildende Kunst,
  • Design,
  • Musik und
  • Darstellende Kunst.

Bestenfalls stellen zu augmentierende Werke reale Kulturgüter dar, die durch digitale Ergänzungen einen Mehrwert erhalten. Urheber/innen sollten zudem die Rechte an ihren Arbeiten besitzen.

 

Weiterbildungsaufbau

  • Kurs 1: Beispiele, Konzeption und Entwurf von Augmented-Reality-Anwendungen im Kreativbereich
  • Kurs 2: Medienproduktion (Animation, Audio, Video, 3D)
  • Kurs 3: Einführung in die Produktion von Augmented-Reality-Anwendungen mithilfe von Unity und Vuforia
  • Kurs 4: Augmented-Reality-Prozessmanagement (u. a. Produktionsprozess, Preisgestaltung, Veröffentlichung im Google Play- und Apple App Store

Im Projektzeitraum bis Ende März 2021 wird jeder der vorgestellten vier Weiterbildungskurse zweimal im Jahr für je zwanzig Personen angeboten. Auch wenn das Angebot aufeinander aufbaut, steht es Interessent/innen je nach Vorkenntnissen frei, nur einzelne Kurse zu buchen. Informationen über aktuelle Weiterbildungstermine wie auch ein Anmeldeformular sind in Kürze hier auf der Website zu finden.

 

Kosten

Aufgrund der Förderung aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms Stärkung des Innovationspotenzials in der Kultur II kann jeder Weiterbildungskurs für einen kleinen Cateringbeitrag angeboten werden.

 

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